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 | | | | | 06.02.2006 Zidan
deckt Werders Probleme auf Die Viererkette hängt oft schlaff nach unten
Werder
Bremen - FSV Mainz 4:2
Bremen.
Beim Gang in die Kabine vor dem Anpfiff herzte und umarmte Mohamed Zidan seine
Bremer Kollegen. Kaum war das Spiel angepfiffen, da herzten und umarmten seine
Mainzer Mitspieler den Ägypter, der nicht so recht jubeln wollte. Zidan ist
von Werder an Mainz ausgeliehen, dann ein Tor ausgerechnet gegen Bremen - ob das
passt? Nach
dem 4:2 der Werderaner gegen Mainz gab Werders Sportdirektor Klaus Allofs lächelnd
Entwarnung: "Wir beobachten ihn genau. Zidan ist eine Perspektive für
die Zukunft." Zidan machte den Bremern das Leben schwer, die sich gegen Mainz
zeitweilig zum Narren machte.
Es war nicht Naldos Tag in der Viererkette.
Er stolperte über den Platz und leitete Zidans Tor schon nach 13 Sekunden
ein. Nur noch ins leere Tor musste er schießen. Werders Kette war längst
noch nicht gespannt. Naldos Nebenmann van Damme leistete sich zu Beginn etliche
Patzer, den auffälligsten beim 0:2 durch Niclas Weiland, als er zunächst
den Ball, dann gegen Addo das Duell verlor und Weiland Mainz mit 2:0 in Führung
brachte. Man durfte böses ahnen. Allerdings hatte zuvor Mainz einen Schock
zu verkraften, als Torhüter Wache nach einem Luftduell mit Naldo beim Aufprall
auf dem Boden sich einen Innenbandriss im Knie und einen Anriss des Meniskus zuzog.
Werder
hatte Probleme und gleichzeitig wenig Glück im Abschluss. Nach einer halben
Stunde zog Trainer Thomas Schaaf die Notbremse. Naldo durfte gehen, Baumann ging
zurück in die Innenverteidigung, Jensen gab dem Bremer Spiel danach Impulse.
Es wurde besser.
Bis zur Pause hatte Werder die Partie gekippt. Valdez
gelang der Anschlusstreffer, Micoud köpfte den Ausgleich, Klasnic ließ
zwei Mainzer ins Leere laufen und schob zum 3:2 ein. Das alles zwischen der 39.
und 49. Minute, denn Schiedsrichter Gräfe ließ wegen Waches Behandlungspause
fünf Minuten nachspielen.
Die zweite Halbzeit wurde gemächlicher.
Mainz war der Zahn gezogen, nur Valdez traf nach Zuspiel von Klasnic noch einmal.
Man
könnte zufrieden sein mit den Punkten. Aber die Bremer schleppen Probleme
mit sich herum. Baumann ist in Stuttgart nach seiner fünften Gelben Karte
gesperrt, ebenso Borowski. So darf man sich um die Abwehr sorgen. |
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Spitzenmannschaft wird es schwer einen solchen Spielstand umzudrehen", sagte
Klaus Allofs. Was nichts anderes ist als eine Aufforderung zur Wachsamkeit. Was
Allofs allerdings gefällt, ist die Moral im Team. Micoud ging voran, auch
in die Angriffsspitze, dorthin, wo auch die Mainzer Klopper nicht zimperlich sind.
Er riss Werder mit, dazu auch Frings und Jensen, der etliche gute Szenen einleitete.
Micoud
wurde vor der Partie als bester Spieler des Monats ausgezeichnet. Die Regie spielte
die Takte der französischen Nationalhymne, bei denen es heißt: "Marchons,
marchons" - lasst uns marschieren. Das tat Werder nachdem das Team schwer
in Tritt gekommen war. Federleicht dagegen schwebten die Mainzer über den
Platz, leider nicht lange genug.
Ohne zu wissen, wer in welchem Trikot
steckt, man hätte von der Anlage die Mainzer für Bremer halten können. So
ist Mohamed Zidan dort ganz gut aufgehoben.
Author:
Erich Willmann/ Nordsee-Zeitung |
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