sitemap
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 
www.werder-online.de 
 
 

Optimiert für:
1024 x 768 / IE 5

© by m-dsigns.de

2003
 

 
  
 

08.12.1999

SV Werder schafft das Wunder
4:0-Sieg gegen Olympique Lyon

Willmann Bremen. Fußball-Wunder werden weiter im Bremer Weserstadion gefeiert. Mit einem Kraftakt drehte der SV Werder das scheinbar aussichtslose 0:3 aus dem Hinspiel des Uefa-Cups gegen Olympique Lyon durch einen 4:0-Sieg noch um. Die Tore der wie im Rausch spielenden Bremer erzielten Bode (15.), Herzog (39./Foulelfmeter), Baumann (54.) und Pizarro (77.).

Die Bremer, bei denen Cesar und Trares von Beginn an dabei waren, begannen mit hohem Tempo. Bereits nach vier Minuten hatten sie die erste große Möglichkeit. Ailton umkurvte auf der rechten Seite zwei Abwehrspieler, sein Schuss wurde jedoch abgeblockt. Den Abpraller setzte Trares aus 13 Metern in die Wolken. In der 16. Minute war es dann so weit, die 9559 Zuschauer im Weserstadion durften zum ersten Mal jubeln. Herzog startete einen Alleingang, der Ball kam zu Bode und Werders erfolgreichster Europacup-Schütze erzielte fast von der Torauslinie mit einem Heber über den herausstürzenden Torhüter Coupe hinweg das 1:0.

Kurz darauf bekam Bode die gelbe Karte, weil der ansonsten großzügig leitende Schiedsrichter Ouzounov (Bulgarien) eine Schwalbe des Bremers gesehen haben wollte.

In der 39. Minute aber gab er für Werder Elfmeter, nachdem Frings im Strafraum ein Foul provoziert hatte und zu Fall gekommen war. Herzog ließ sich die Chance nicht entgehen, die Bremer waren wieder dick im Geschäft.
Erstaunlich wie unbeeindruckt die Gastgeber die Partie trotz des 0:3-Rückstandes begannen. Erstaunlich, wie harmlos Olympique Lyon sich präsentierte. Auffälligster Mann war noch Angreifer Vairelles, der gute Ansätze hatte, aber immer wieder von Baumann oder Cesar ausgebremst wurde. So hatte Bremens Torhüter Frank Rost eine Halbzeit nur Routinearbeit zu erledigen, während Kollege Coupe im Tor der Franzosen seine Mannschaft verunsicherte. Kaum eine hohe Flanke konnte er festhalten, mit mehr Übersicht hätte Werder aus diesen Situationen weitaus mehr Kapital schlagen müssen.

Bei den Bremern wurde Ailton gefeiert, der viele starke Szenen hatte, ebenso war Tjikuzu auf der rechten Abwehrseite ein Aktivposten. Keiner achtet auf Baumann. In der zweiten Halbzeit machten die Platzherren dort weiter, wo sie in der 39. Minute aufgehört hatten - mit einem Tor. Nach einem Freistoß von Herzog stiegen drei Olympique-Verteidiger mit Pizarro zum Kopfball hoch, Baumann stand dadurch völlig frei vor Coupe und drückte zum 3:0 ein (54.).

 
 


Der Vorsprung der Franzosen aus dem Hinspiel war egalisiert.
Seine überragende Leistung krönte Ailton mit der Vorlage zum 4:0. Der Brasilianer überrannte seinen Gegenspieler auf der rechten Seite und die butterweiche Hereingabe verwertete Pizarro zum viel umjubelten vierten Treffer der Bremer in der 77. Minute.

Author: Erich Willmann/ Nordsee-Zeitung