| | 13.02.2006 Werders
Schwächeanfall Die Bremer helfen dem 1. FC Kaiserslautern wieder auf
die Beine - Ein unglücklicher Moment
Werder Bremen - Kaiserslautern
0:2
Werder
Bremen erwies sich als barmherziger Samariter. "Der 1. FC Kaiserslautern
lebt wieder", lautete die frohe Botschaft des Pfälzer Trainers Wolfgang
Wolf nach dem 2:0-Sieg des FCK bei Werder Bremen. Bremen.
Die Mannschaft von Thomas Schaaf hingegen erwies sich als krank. Zwar nicht so,
dass sie in die Intensivstation verlegt werden müsste, doch der Schwächeanfall
ist schon behandlungsbedürftig. Zwei Spiele hintereinander ohne Tore, das
hat es in dieser Saison noch nicht gegeben. Thomas Schaaf wirkte etwas ratlos.
"Uns hat der absolute Wille gefehlt. Warum das so ist, kann ich auch nicht
sagen." In diese Kerbe hieb auch Sportdirektor Klaus Allofs: "Man kann
nicht alles spielerisch lösen. Im Laufe der Saison gibt es solche Phasen.
Doch jetzt ist ein unglücklicher Moment." Es geht auch gegen einen
Tabellenletzten in der Bundesliga nicht alles wie von selbst. Es war wie in einem
Museum. Man darf die Kunstwerke bewundern, mitnehmen aber nichts.
Die Bremer
kombinierten so lange, bis endlich ein Lauterer ein Bein dazwischen brachte. Pure
Kunst für die Kunst produzierten sie. Wenn der Applaus das Brot des Künstlers
ist, dann wären die Bremer Stars diesmal verhungert.
Abgesehen davon,
dass sie auch Pech hatten. Naldos gewaltiger Freistoß prallte an die Latte.
Owomoyelas Schuss nach dem 0:1-Rückstand durch Sanogo schlug Erwin Skela
hinter der Torlinie wieder zurück ins Feld, was Allofs wieder auf die Palme
brachte: "Wenn man das nicht sieht, benötigt man auch keinen Assistenten",
raunzte er Richtung Assistent Christian Fischer aus Hemer. Die Aussage von Ervin
Skela schmerzt noch mehr: "Der Ball war drin. Aber mich hat ja keiner gefragt."
Werder wurde zwar um ein Tor gebracht, damit aber lassen sich die vorangegangenen
75 Minuten nicht entschuldigen.
Nur Frings brachte Schwung bei Werder.
Borowski blieb sehr blass und musste zu Recht Daniel Jensen Platz machen. Das
passierte auch Ivan Klasnic, der dem Regionalligaspieler Jerome Polenz weichen
musste. Polenz hatte ebenfalls kein Glück. Den Nachschuss nach Skelas Rettungstat
drosch er weit über das Tor. Kann man es Polenz noch nachsehen, so gibt es
für seine Kollegen kaum eine Entschuldigung. |