| | 23.02.2006 Eine
übermächtige "Alte Dame" Bei Juventus Turin spielt Geld
fast keine Rolle - Traditionsclub ist bereits zum 45. Mal für den Europapokal
qualifiziert
Bremen. Juventus Turin kam als übermächtiger
Gegner nach Bremen. Der Verein war schon 28 Mal italienischer Meister, ist in
dieser Saison zum 45. Mal für den Europapokal qualifiziert und hat sechs
Mal den Europapokal gewonnen.
Der letzte Titel ist allerdings schon zehn
Jahre her: 1996 gewann Juve die Champions League.
Ein Teil des Erfolgs
ist das landestypische Mäzenatentum: Schon 1923 entdeckte die Familie Agnelli
den Fußball als kostspieliges Hobby: Die Autobauer aus Turin unterstützten
fortan den Club aus Turin. Geld spielte meist keine Rolle, um gute Spieler anzulocken.
Ob es in den 60er Jahren der Deutsche Helmut Haller war, in den 70ern die italienische
Super-Torwart Dino Zoff oder in den 80ern der geniale Franzose Michel Platini
- sie alle spielten für die "alte Dame".
Auch die Namen
des aktuellen Kaders klingen wie eine Weltauswahl, zum Beispiel Alessandro del
Piero, David Trezeguet, Zlatan Ibrahimovic spielen im Sturm.
Patrick Vieira,
Emerson, Mauro Camonaresi und Pavel Nedved im Mittelfeld, Fabio Cannavaro, Lilian
Thuram und Gianluca Zambrotta in der Abwehr.
Und ganz hinten steht der
Teuerste: Für Torwart Gianluigi Buffon zahlte der Verein 54 Millionen Euro.
Zum Vergleich: Werders teuerster Spieler aller Zeiten ist Miroslav Klose, er hat
5 Millionen gekostet.
Angesichts dieser geballten macht an hochkarätigen
Namen zuckt Werders Regisseur Johan Micoud nur mit den Schultern, wenn er nach
den Stärken von Juventus gefragt wird: "Da muss man alles hervorheben."
Author:
Torsten Melchers / Nordsee-Zeitung |